Orbáns Freunde: Die Lage von Fico und Babiš ohne Unterstützung aus Ungarn
Nach dem Rückzug von Viktor Orbán aus der ungarischen Politik stellen sich die Fragen: Was machen Robert Fico und Andrej Babiš ohne seine Unterstützung?
Die politischen Landschaften in der Slowakei und Tschechien stehen vor neuen Herausforderungen, nachdem Viktor Orbán, der ungarische Premierminister, seine Aktivitäten im Rahmen der Visegrád-Gruppe zurückgefahren hat. Robert Fico und Andrej Babiš, beide prominente Politiker ihrer Länder, müssen ihre Strategien überdenken, da sie ohne direkten Einfluss von Orbán agieren müssen. Beide haben in der Vergangenheit enge Beziehungen zu Orbán gepflegt und von seiner politischen Agenda profitiert, die sich oft gegen die EU-Richtlinien und gegen liberale Werte richtete.
Fico, Vorsitzender der Slowakischen Nationalpartei, sieht sich in einem sich wandelnden politischen Klima konfrontiert. Die Wahlen im kommenden Jahr könnten entscheidend für seine Karriere sein, besonders wenn seine Basis unzufrieden bleibt. Babiš hingegen, ehemaliger Premier und Kopf der ANO-Partei, hat mit internen Konflikten und einem schwindenden Vertrauen in seine Person zu kämpfen. Ohne Orbán könnte es für beide Politiker schwieriger werden, ihre populistischen Ansätze zu legitimieren und zu festigen, insbesondere in einem sich entwickelnden europäischen Kontext, wo die politischen Allianzen flexibler geworden sind. Ihre Zukunft hängt nicht nur von der politischen Unterstützung in den eigenen Ländern ab, sondern auch von der geopolitischen Lage in Europa.